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Cause we’re born this way

Wir feiern Queerness am Christopher Street Day 🏳️‍🌈 und jeden Tag

No matter gay, straight, or bi‚, lesbian, trans­gender life
I’m on the right track, baby, I was born to survive 🎶

Schon unsere Pop-Ikone Lady Gaga macht in ihrem Song „Born this way“ auf die Vielfalt sexueller Orientierungen und Geschlechter aufmerksam. Das ist toll, denn wir sind alle so super verschieden – und das ist auf jeden Fall ein Grund zum Feiern 🥳

Es gibt viele Möglichkeiten Diversity zu feiern z.B. beim Mitbrüllen von Pride-Liedern 🎤 Doch warum eigentlich unsere Vielfalt feiern? Pride heißt übersetzt Stolz und weist in diesem Kontext auf, dass man so sein soll wie man ist, lieben darf, wenn man will und sich für nichts schämen muss. Das ist an sich ein Grundrecht und müsste eigentlich gar nicht thematisiert werden – wenn in unserer Gesellschaft alle Menschen jede*n akzeptieren würden. Leider ist es aber in der Realität nicht so… Personen aus der LGBTIQA+*-Community werden bis heute diskriminiert und ausgegrenzt und können in manchen Ländern fürs Queer-sein zum Tode verurteilt werden. Es ist wichtig, dass wir Gleichberechtigung in unserer heteronormativen¹ Gesellschaft schaffen!

Kleiner Geschichtsexkurs: Den CSD haben wir vor allem queeren People of Color zu verdanken.

Viele von uns in Deutschland machen jedes Jahr bei der CSD-Parade mit und lassen es so richtig Knallen 🎉 Das bunte und spaßige Event hat neben der ganzen Party-Stimmung auch einen ernsten politischen Charakter.

Alles fing mit den sogenann­ten Stonewall-Aufständen an, als 1969 in New York auf der Christopher Street queere Menschen sich der Polizei­willkür zur Wehr setzten . Die Polizei missbrauchte ihre Macht in Kneipen mit queerem Publikum (wie bspw. der Stonewall Inn Kneipe). Von der Gewalt und den Miss­handlungen waren vor allem Menschen mit latein­amerika­ni­scher und afro­amerika­nischer Herkunft betroffen. Leider ist Mehrfach­dis­krimi­nierung keine Seltenheit und Menschen mit verschieden potenziellen Dis­krimi­nierungs­punkten können noch häufiger Hürden in den Weg gestellt werden – darauf macht der CSD auch aufmerksam.

Die Stonewall-Aufstände waren zwar nicht die ersten Proteste, aber einer der Bekanntesten. Und das wurde dann auch zum Anstoß für die moderne queere Bewegung. No suprise – der Name Chris­topher Street Day oder kurz CSD, hat seinen Ursprung durch diesen Riot. Dank dieser Aufstände haben wir in unserer Gesell­schaft heute eine Menge erreicht, aber es gibt noch viel zu tun…

Daher haben wir jedes Jahr den Pride Month. Wir feiern einerseits unsere Vielfalt aber kämpfen auch weiterhin für Rechte und machen aufmerksam auf die bestehenden Probleme. Es gehen aber nicht nur Queere Menschen auf die Straße, sondern der CSD richtet sich an ALLE, die sich für die Gleich­berech­tigung der Liebe und der Geschlechter stark machen. Und wir brauchen auch alle, da wir gemeinsam stark sind 💪 Stichwort: Ally! Allies sind zwar nicht Teil der unterdrückten Gruppe aber als Verbündete unterstützen diese aktiv. Und je mehr Menschen auf der Party sind, desto besser und bunter 🎊 yaaay 🎊

Somewhere over the Rainbow 🌈

Die CSD- Events finden größten­teils im Pride Month Juni statt (wegen der Stonewall-Aufstände), aber natürlich auch an anderen Monaten. Auf den Straßen sieht man eigentlich immer die Regenbogenflagge, die als Symbol für die LGBTIQA+*-Community steht 🏳️‍🌈

Die Regen­bogen­flagge wurde mittler­weile auch weiter­entwickelt, um die Vielfalt der Gemein­schaft wider­zuspiegeln. Du kannst die Pride-Flag also auch mit schwarzen und braunen Streifen sehen – die machen auf die Mehr­fach­dis­kriminie­rung von queeren BIPOC aufmerksam.

Und es gibt auch die Flagge mit einem Keil auf der linken Seite mit hellblauen, rosa und weißen Streifen die für die Trans*Community steht und eine integrierte Inter*flagge welche die Inter*Community repräsentiert.

Flagge hissen 🌈

Natürlich gibt es noch eine super große Vielzahl an anderen Pride-Flags, die mit Stolz getragen und gezeigt werden. Die Flaggen sollen Sicht­barkeit in der Gesell­schaft aber auch in der eigenen Community hervor­bringen 🔍

Außerdem zeigen sie auch, wie unter­schied­lich wir alle sind. Hier ist ein kleiner Einblick in die Flaggen-Kunde. Of course zeigt das jetzt nur einen super­kleinen Bruch­teil, aber viel­leicht hast du die ein oder andere Fahne schonmal gesehen:

Die Lesbische-Pride-Flag richtet sich an Frauen, die sich zu anderen Frauen hin­gezogen fühlen. Es gibt aber auch les­bische Frauen, die sich zu nicht-binären Personen hin­gezogen fühlen sowie nicht-binäre Lesben.

Die Bedeutung der Farben ist, von oben nach unten: Gendernonkonformität², Unabhängigkeit, Community, besondere Beziehung zur Weiblichkeit (damit ist gemeint, dass Weiblichkeit viel mehr ist als nur gesellschaftliche Bilder und Erwartungen, jede*r kann für sich entscheiden, was es heißt, weiblich zu sein), Klarheit und Frieden, Liebe und Sex, und Femininität.

Die Schwule-Pride-Flag ist ein Symbol für Männer die sich zu Männern hin­ge­zogen fühlen, schwule Männer, die sich zu nicht-­binären Personen hin­ge­zogen fühlen und nicht-binäre Schwule. Die Farben stehen, von oben nach unten, für: Community, Heilung, Joy, Gender­non­kon­for­mität/­Nicht-binäre/­Trans-Schwule, “Pure Love”, Kraft und Diver­sity. Heilung bedeutet in diesem Fall, die Dis­kri­mi­nierung und das Leid verar­beiten, den die Betroffenen ertragen mussten/­müssen aufgrund von Homophobie.

Bisexuell bedeutet, dass man auf zwei oder mehrere Geschlechter steht. Pink steht in dieser Flagge für die gleich­geschlecht­liche Liebe, blau für die Liebe zu einem anderen Geschlecht und Lila für die Liebe zu einer Person, egal wo sich diese auf dem Geschlechter­spektrum befindet.

Als pan­sexuell bezeichnen sich Menschen, die ihre Anziehung zu anderen Menschen unab­hängig von ihrem Geschlecht empfinden. Die Farben auf der Flagge bedeuten folgendes: Magenta steht für sexuelle Anziehung zu Personen, die auf dem weib­lichen Spek­trum liegen; Cyan für Anziehung zu Personen auf dem männlichen Spektrum und Gelb steht für sexuelle Anziehung zu nicht-binären Menschen.

A_sexuelle Menschen haben wenig oder kein sexuelles Verlan­gen, können sich aber trotz­dem roman­tisch zu anderem Menschen hinge­zogen fühlen. Der Unter­strich soll die Viel­falt und Unter­schied­lich­keit von a_sexuellen Menschen sicht­bar machen.

Schwarz steht in der Flagge für Asexualität, Grau für das a_sexuelle Spek­trum, weiß für Sexualität und Lila für Gemein­schaft.

Die Trans* Flagge bezieht sich auf das Geschlecht und nicht die sexuelle Orien­tierung. Menschen die sich nicht mit dem bei Geburt zuge­wiesenen Geschlecht iden­ti­fi­zieren, können sich als trans* bezeich­nen.

Der weiße Streifen reprä­sen­tiert nicht-binäre, inter­geschlecht­liche und trans* Menschen. Die Farbe Rosa auf der Fahne steht für Weib­lichkeit und Blau für Männ­lichkeit.

Trans* Menschen erfahren in vielen Lebens­bereichen weiterhin Dis­kri­minierung, Gewalt, Aus­grenzung und Stig­matisie­rung. Viele haben ihr ganzes Leben mit Mehr­fach­dis­kriminie­rung zu kämpfen aufgrund der Tatsache, dass sie nicht cis sind.

Als nicht-binär können sich Menschen bezeichnen, die nicht (oder nicht zu 100%) Mann oder Frau sind.

Der gelbe Streifen steht für die Menschen deren Geschlecht außerhalb der zweigeschlechtlichen Norm liegt, da gelb oft als geschlechtsneutrale Farbe fungiert. Weiß steht für Menschen mit vielen oder allen Geschlechtern, da weiß die Kombination aller Farben ist. Lila steht für die Menschen, deren Geschlecht eine Mischung aus männlich und weiblich ist – und gleichzeitig für die Fluidität von Geschlecht. Schwarz steht für die Menschen, die kein Geschlecht haben.

 

Personen, die inter*/ inter­geschlecht­lich sind, wurden mit medizi­nisch nicht ein­deutig zuorden­baren “männlichen” oder “weiblichen” Merk­malen (z.B. Geni­talien oder Chro­mo­somen) geboren.

Die Farben, lila und gelb, sind absicht­lich nicht als geschlechts­spezi­fische Farben, wie pink oder blau gewählt. Der Kreis symbo­li­siert das Unge­brochene, die Ganz­heit und die Potentiale von Inter*-Personen. Die Inter*-Bewegung kämpft noch immer für ihr Recht auf körper­liche und genitale Unver­sehrt­heit.

Denk daran:
We are born this way ✨

Wie gesagt, man sieht hier nur eine ganz kleine Aufzählung, um zu zeigen, wie vielfältig Sexualität und Identität sein kann. Wir wollen Pride und Gleichberechtigung – und das nicht nur an bestimmten Tagen – sondern 365 Tage im Jahr ❣️ Wir wollen in einer Welt leben, in der wir ohne Angst verschieden sein können.

Wichtig: Jede Person lebt ihre Queerness individuell aus. So können zum Beispiel Personen die das selbe Label für sich verwenden, ihre Identität auf ganz unterschiedliche Weisen empfinden und zum Ausdruck bringen.

Das gemeinsame Ziel ist es, Anerkennung Toleranz und Akzeptanz für jede*n von uns zu schaffen und das kriegen wir gemeinsam hin, bspw. indem wir uns über Queerness informieren, mit Family&Friends darüber sprechen, an Demonstrationen für queere Rechte teilnehmen oder gemeinsam laut bei Pride-Paraden mitsingen 😄

¹ Heteronormativtät: In manchen Gesellschaften geht man davon aus oder es wird erwartet, dass jede*r cisgeschlechtlich und heterosexuell ist.

² Gendernonkonformität: Menschen die äußerlich nicht den gesellschaftlichen Normen in Bezug auf Geschlechtlichkeit entsprechen

Lea Bozic

25.06.2023

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